Apollo Agriculture: Wie Satellitendaten Kleinbauern aus der Armut helfen

FRANKFURT – 29. April 2021.
Bereits heute leben sieben Milliarden Menschen auf der Erde – und es werden immer mehr. Doch schon jetzt reicht die weltweite Lebensmittelproduktion nicht aus, um alle Menschen zu ernähren. Vor allem in Afrika wird sich die Lage zunehmend verschärfen: Hier leben viele Kleinbauern in Armut – zunehmend abgeschnitten vom weltweiten Fortschritt. Das kenianische Start-up Apollo Agriculture möchte diesen Landwirten helfen, mehr Geld zu verdienen, und setzt auf hochmoderne Technologien. Unterstützt wird es von der Rabo Foundation. Die Stiftung der Rabobank investiert seit 1974 in Bauernkooperativen und Unternehmen, die sich für die finanzielle Unabhängigkeit von Kleinbauern einsetzen.

Bauern erhalten Kredite – dank digitaler Technologien

Viele Kleinbauern in Afrika können kaum von ihren Erträgen leben, oft leiden sie sogar selbst Hunger. Einer der Gründe für die missliche Lage der Bauern: Sie können sich keine oder nur wenig Hilfsmittel wie Dünger und hochwertiges Saatgut leisten. Auch der Zugang zu Wasser ist begrenzt. Was helfen könnte, sind Kredite, doch diese sind für Kleinbauern schwer zu erreichen – sie leben weit verstreut über sehr ländliche Gebiete und sind mit ihren kleinen Erträgen für Banken kaum interessant. Mit dem Ziel, den Bauern den Weg in die kommerzielle Landwirtschaft zu ebnen und somit ihren Lebensstandard zu verbessern, wurde 2016 Apollo Agriculture gegründet. Das kenianische Unternehmen nutzt digitale Technologien wie beispielsweise Satellitendaten, um die Kreditwürdigkeit der Landwirte besser einzuschätzen. Die Daten zeigen, wie viel ein Bauer auf seinem Feld anbaut, wie die Produktionsmenge im Vergleich zum Nachbarn ausfällt oder ob er Vieh hat, mit dem er zusätzliches Einkommen generieren könnte. Auf Basis dieser Informationen vergibt Apollo entsprechend Kredite an die Kleinbauern.

Mais-Feld
Apollo Projektgruppe

Einfache Hilfsmittel, nachhaltige Ertragssteigerung

Das Kapital von Apollo Agriculture wird nicht in bar, sondern in Form von Sachleistungen ausgegeben. Die Bauern können sich gegen einen Gutschein maßgeschneiderte Pakete mit Saatgut und Dünger abholen – genau die Hilfsmittel, die sie so dringend benötigen. Eine wichtige Besonderheit dabei: Der Kredit enthält eine Wetterversicherung, sodass die Landwirte im Fall klimabedingter Ernteausfälle abgesichert sind. Während der Anbauzeit bis zur Ernte zahlen die Bauern den Kredit in kleinen Raten zurück. Damit die Kleinbauern das Beste aus ihrer Produktion herausholen können, unterstützt das Apollo-Team sie mit Schulungen zum richtigen Anpflanzen und Düngen. Die Bauern können außerdem selbst die Software von Apollo Agriculture nutzen, um Wettervorhersagen anzuschauen oder sich einen Überblick über ihre Erträge zu verschaffen.

Partnerschaft mit der Rabo Foundation

Allein in 2020 konnte Apollo Agriculture Kredite an 25.000 Bauern vergeben und betreut insgesamt mehr als 40.000 Landwirte in Kenia. Möglich wurde dies auch dank der Unterstützung der niederländischen Entwicklungsbank FMO und der Rabo Foundation. Beide hatten dem Unternehmen wichtige Finanzspritzen in Höhe von 500.000 US-Dollar zukommen lassen. Denn das Konzept von Apollo überzeugt: „Apollos hochmoderne Technologie und ein datengesteuertes Geschäftsmodell helfen, die Kosten und Risiken der Kreditvergabe an Kleinbauern zu reduzieren. Man könnte es die Agrarbank der Zukunft nennen“, sagt Albert Boogaard, Head of Innovation bei der Rabobank Foundation. Landwirte mit Krediten zu unterstützen, damit sie es in die finanzielle Unabhängigkeit schaffen, ist seit jeher ein Anliegen der Rabobank Foundation. Die Stiftung ist in 23 Ländern aktiv und hat bereits 390 Organisationen mit 40,3 Millionen Euro in Form von Darlehen, Garantien, Spenden und technischer Hilfe gefördert.

RaboDirect Presseservice

Laura Maria Kämz
fischerAppelt, relations GmbH
E-Mail: rabodirect@fischerappelt.de
Tel.: +49 (0)30 726 146 239

Über RaboDirect Deutschland

RaboDirect Deutschland ist ein Geschäftsbereich der deutschen Zweigniederlassung der Coöperatieve Rabobank U.A., einer holländischen Bankengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Direktbankgeschäft wurde im Juni 2012 als neuer Geschäftsbereich der Zweigniederlassung Frankfurt gegründet und ist auf Sparprodukte für Privatkunden spezialisiert. Im Firmenkundengeschäft ist die deutsche Zweigniederlassung der 1898 als Genossenschaftsbank gegründeten Rabobank Gruppe bereits seit 1984 als Spezialist für Finanzierungen im Agrar- und Nahrungsmittelsektor tätig. Die Rabobank Gruppe ist einer der größten Finanzdienstleister der Niederlande. Inzwischen ist die Bank in 40 Ländern mit nahezu 10 Millionen Kunden und über 43.000 Mitarbeitern vertreten und verfügt über Einlagen von mehr als 361 Milliarden Euro (Stand 2020). Weitere Informationen im Internet auf www.rabodirect.de und www.rabobank.com

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