Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft

Neue Anbaumethoden für verbesserte Ökobilanz

FRANKFURT – 13. August 2020.
Exotische Früchte, volle Fleischtheken und eine riesige Auswahl an Milchprodukten gehören zum Standardangebot in unseren Supermärkten. Doch die vielfältige und stetige Verfügbarkeit eines entsprechenden Angebots geht oft auf Kosten des Klimas: Ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen wird in der Nahrungsmittelindustrie verursacht. Unternehmen und Landwirte arbeiten an neuen Methoden, um die Ökobilanz zu verbessern.

Emissionsaufkommen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

„Eine der wichtigen Erkenntnisse im Hinblick auf Konsumgüterunternehmen ist, dass 90 Prozent ihrer Emissionen außerhalb ihrer eigenen Prozesse liegen“, sagt Carole Ferguson, Leiterin der Investorenforschung bei CDP. Als gemeinnützige Organisation zur Offenlegung von Umweltdaten beobachtet die britische NGO auch Treibhausgasemissionen. Zur besseren Einstufung wird deren Quelle in drei Bereiche unterteilt: Scope 1 betrifft die Emission, die vom Unternehmen selbst ausgestoßen wird. Scope 2 repräsentiert die gekauften und genutzten Energien, bei denen Emission erzeugt wird, und Scope 3 steht für die Emission, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette entsteht. Hier hat besonders die Lebensmittelwirtschaft zu kämpfen, denn gerade in den vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen wie Anbau, Ernte oder Transport entstehen große Mengen schädlicher Klimagase. Ein Beispiel ist die Viehhaltung: Nicht nur Wiederkäuer wie Rinder und Schweine produzieren Methan, auch bei der Lagerung von Dünger wird Gas freigesetzt. Eine Problematik, die vor allem große Schweine- und Milchviehbetriebe betrifft. Aber auch Landwirte, die sich auf pflanzliche Produkte wie Getreide, Kartoffeln oder Mais konzentrieren, kommen um die Treibhausgasemissionen nicht herum. Neben Lachgas, das von gedüngten Feldern emittiert, entstehen bei Nassflächenkultivierung, wie beispielsweise dem Reisanbau, große Mengen Methan. Neben Kohlendioxid ist dies das am zweithäufigsten ausgestoßene Treibhausgas.

Kühe auf der Weide

Neue Anbaumethoden verbessern Ökobilanz

Viele Unternehmen und Landwirte sind sich ihrer Rolle im Klimaschutz deutlich bewusst und wollen mittels neuer Methoden und Prozesse ihre Ökobilanz verbessern. So hat man beispielsweise bei der Reisgewinnung eine neue Anbaumethode entwickelt, bei der die Felder nicht die gesamte Vegetationsphase unter Wasser stehen, wodurch sich die Methanentstehung reduzieren lässt. Ein weiterer Ansatz ist die Energiegewinnung aus Methan. Das amerikanische Unternehmen OptimaBio installierte sogenannte „Dungkocher“ auf insgesamt fünf Schweinefarmen. Über Rohre wird das darin entstehende Biogas zu einer zentralen Anlage geleitet, in der es gereinigt und unter Druck gesetzt wird. Die gewonnene Energie wird im Anschluss an den Energieversorger Duke Energy verkauft. Und die Bauern profitieren ebenfalls, denn OptimaBio bezahlt die Landwirte für den Brennstoff. Mit nachhaltiger Energiegewinnung beschäftigen sich auch Australiens Landwirte. Ian Stanley beispielsweise baut neben Weizen auch Eukalyptusbäume an und wirkt damit nicht nur der Waldrodung entgegen. Aus dem Bioabfall, der bei der Eukalyptusöl-Herstellung anfällt, gewinnt der Landwirt Ökostrom. Das Projekt zur Biogasgewinnung wird von der Rabobank, zu der auch RaboDirect gehört, finanziell unterstützt.

Konsumentscheidungen beeinflussen unser Klima

Auch am Ende der Wertschöpfungskette entstehen Treibhausgasemissionen. Durch nachhaltige Kaufentscheidungen und respektvollen Umgang mit Lebensmitteln können Konsumenten ihren ökologischen Fußabdruck jedoch reduzieren und das Angebot am Markt beeinflussen. Dieser Herausforderung und der Verantwortung für nachhaltige Ressourcennutzung begegnet RaboDirect mit Projekten zur Aufklärung und Weiterbildung zum Thema Lebensmittelverschwendung. Darunter auch die Aktion School Lunch, bei der Kinder beim Kochen mit überschüssigen Lebensmitteln lernen, warum der bewusste Umgang mit dieser Ressource so wichtig ist.

Pressekontakt

Havas Hamburg GmbH
Assana Jensen
Tel.: +49 (0) 404 3175 123
E-Mail: Assana.Jensen@havas.com

Über RaboDirect Deutschland

RaboDirect Deutschland ist ein Geschäftsbereich der deutschen Zweigniederlassung der Coöperatieve Rabobank U.A., einer holländischen Bankengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Direktbankgeschäft wurde im Juni 2012 als neuer Geschäftsbereich der Zweigniederlassung Frankfurt gegründet und ist auf Sparprodukte für Privatkunden spezialisiert. Im Firmenkundengeschäft ist die deutsche Zweigniederlassung der 1898 als Genossenschaftsbank gegründeten Rabobank Gruppe bereits seit 1984 als Spezialist für Finanzierungen im Agrar- und Nahrungsmittelsektor tätig. Die Rabobank Gruppe ist einer der größten Finanzdienstleister der Niederlande. Inzwischen ist die Bank in 40 Ländern mit nahezu 9,5 Millionen Kunden und über 43.800 Mitarbeitern vertreten und verfügt über Einlagen von mehr als 342 Milliarden Euro (Stand 2019). Weitere Informationen im Internet auf www.rabodirect.de und www.rabobank.com.

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