Mehr Lebensmittelsicherheit durch Pflanzroboter?

Rabobank beleuchtet Zukunftstrend Vertical Farming

FRANKFURT – 04. Mai 2020.
Die deutsche Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Aufgrund aktuell fehlender Saisonarbeitskräfte drohen Ernteausfälle und wirtschaftliche Einbußen. Vertikale Farmen mit Pflanzrobotern könnten zukünftig bei derartigen Engpässen entsprechende Versorgungslücken schließen. Durch die mögliche Ersparnis von Ressourcen wie Fläche und Arbeitskraft gelten sie als vielversprechendes Zukunftsmodell – auch, um die rasant wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Ein Grund, weshalb die Rabobank als Agrar- und Lebensmittelexperte diesen Trend im Auge behält.

Sie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes: Die deutsche Landwirtschaft gilt weltweit als drittgrößter Agrarexporteur. Mehr als die Hälfte von Deutschlands Flächen wird landwirtschaftlich genutzt (Quelle: Bundesregierung). Doch der Agrarsektor kämpft mit immer mehr Herausforderungen wie Dürreperioden, Platzmangel und steigenden Kauf- und Pachtpreisen der Böden. Mit der Corona-Krise kommt eine weitere hinzu: Die Reisemöglichkeiten für Erntehelfer sind eingeschränkt. Trotz kürzlich erfolgter Lockerung  der Einreisebedingungen fehlen nach wie vor zahlreiche Saisonarbeitskräfte. Es drohen hohe Ernteausfälle und infolgedessen entsprechende Versorgungslücken. Initiativen wie www.bauersuchthilfe.de oder www.daslandhilft.de, bei der sich Helfer und Hilfesuchende vernetzen, können dem entgegenwirken. Auch Zukunftsmodelle wie Vertical Farming gewinnen im Kontext der Krise an Bedeutung.

Vertical Farming

Vertical Farming: Roboter verpflanzen Setzlinge

Beim Vertical Farming wird Obst und Gemüse unter Gewächshausbedingungen auf übereinander gelagerten Ebenen angebaut. Die vertikale Anbaufläche ermöglicht Agrarwirtschaft auch in dicht besiedelten Gebieten, da keine großen Feldflächen benötigt werden. Eine der weltweit erfolgreichsten Plantagen ist „Spread“ aus Japan. In der Indoor-Plantage verpflanzen Roboter Salatsetzlinge, die unter LED-Licht in einer nahezu sterilen Umgebung wachsen. Da Wetterbedingungen und Jahreszeiten dabei keine Rolle spielen, ist eine ganzjährige Produktion ohne Qualitätsschwankungen möglich. Darüber hinaus werden Ressourcen wie Land, Wasser, Dünger und menschliche Arbeitskraft eingespart.

Zukunftsmodell kämpft noch mit Herausforderungen

Die Ressourcenschonung ist jedoch noch lückenhaft: Das künstliche Licht benötigt eine Menge Strom, der nur begrenzt ökologisch zur Verfügung gestellt wird. Auch stehen die Kosten für Robotertechnik oft nicht im Verhältnis zum Verkaufswert der produzierten Ware. Um rentabel zu sein, müssen Angebot und Nachfrage exakt aufeinander abgestimmt werden. „Spread“ hat sich daher auf den Anbau von Salat spezialisiert, da das Produkt über eine stabile Nachfrage verfügt. Potenzial sieht Cindy van Rijswick, Senior Analyst Fruit, Vegetables, Floriculture der Rabobank, auch im Orient: „Ich kann mir vorstellen, dass die vertikale Landwirtschaft eine Lösung für die Produktion von Salat im Nahen Osten bietet. Energie kann mit Sonnenkollektoren erzeugt werden. Die bestehenden Projekte werden nicht sofort rentabel sein, aber sie haben eine größere Chance auf Erfolg, weil sie einen Bedarf decken.“ Ob die moderne Technologie zukünftig auch in Deutschland Produktionsengpässe überbrücken kann, bleibt abzuwarten.

Pressekontakt

Havas Hamburg GmbH
Assana Jensen
Tel.: +49 (0) 404 3175 123
E-Mail: Assana.Jensen@havas.com

Über RaboDirect Deutschland

RaboDirect Deutschland ist ein Geschäftsbereich der deutschen Zweigniederlassung der Coöperatieve Rabobank U.A., einer holländischen Bankengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Direktbankgeschäft wurde im Juni 2012 als neuer Geschäftsbereich der Zweigniederlassung Frankfurt gegründet und ist auf Sparprodukte für Privatkunden spezialisiert. Im Firmenkundengeschäft ist die deutsche Zweigniederlassung der 1898 als Genossenschaftsbank gegründeten Rabobank Gruppe bereits seit 1984 als Spezialist für Finanzierungen im Agrar- und Nahrungsmittelsektor tätig. Die Rabobank Gruppe ist einer der größten Finanzdienstleister der Niederlande. Inzwischen ist die Bank in 40 Ländern mit nahezu 9,5 Millionen Kunden und über 43.800 Mitarbeitern vertreten und verfügt über Einlagen von mehr als 342 Milliarden Euro (Stand 2019). Weitere Informationen im Internet auf www.rabodirect.de und www.rabobank.com.

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