Mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche

Rabobank und FAO starten Partnerschaftsprogramm

FRANKFURT – 24. September 2020.
Aktuell leiden 690 Millionen Menschen auf der Welt Hunger. Das Paradoxe: Besonders betroffen sind in Entwicklungsländern lebende Kleinbauern, die vornehmlich Lebensmittel anbauen. Hintergrund ist also nicht der Mangel an Lebensmitteln, sondern es sind die ungleichen Marktbedingungen, die zu einer Verarmung der Landwirte führen. Im Preiskampf mit globalen Produzenten geraten kleine familiengeführte Betriebe wirtschaftlich oft in die Bredouille. Hinzu kommen dürrebedingte Ernteausfälle, die mit dem fortschreitenden Klimawandel eher zu- als abnehmen. Nur eine Entwicklung zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft kann entsprechenden landwirtschaftlichen Betrieben beim Weg aus der Armut helfen. Ein Wandel, den die Rabobank gemeinsam mit der FAO (Food and Agriculture Organization) jetzt aktiv vorantreibt.

Kleinbauern zunehmend unter Druck

Weltweit sind mehr als die Hälfte aller hungernden Menschen Kleinbauern oder von der Landwirtschaft abhängige Beschäftigte. Mit dem Klimawandel kommen weitere Herausforderungen hinzu: Schwere Dürren und extreme Niederschläge sorgen in sowieso schon klimageprägten Regionen für massive Ernteverluste. Ein Teufelskreis, bedenkt man, dass die Nahrungsmittelproduktion und Landwirtschaft selbst für fast ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Hilfe verspricht eine Kooperation zwischen der Rabobank und der FAO: Gemeinsam mit der Nahrungsmittel- und Landwirtschaftsbranche möchten die Partner Kleinbauern in Schwellenländern finanziell unterstützen und ihnen beim Wandel zu mehr Nachhaltigkeit helfen.

Kühe am Wasser

Rabobank engagiert sich für nachhaltigen Wandel

Vom umweltschonenden Anbau über die Vermeidung von Lebensmittelverlusten bis hin zur energieeffizienten Verarbeitung – für eine nachhaltige Veränderung des Ernährungssystems bedarf es der Berücksichtigung zahlreicher Faktoren. Doch die Rabobank, zu der in Deutschland auch RaboDirect gehört, hat mit solchen Herausforderungen viel Erfahrung. Unter dem Leitgedanken „Banking for Food“ setzt sich die Genossenschaftsbank seit Jahrzehnten für die Nahrungsmittelsicherheit ein und investiert jährlich mehr als 65 Milliarden Euro in Unternehmen und Initiativen aus dem Nahrungsmittel- und Agrarsektor. Durch die Kooperation mit der FAO soll dieses Engagement nun noch ausgeweitet  werden: „Wir müssen uns auf innovative Wege konzentrieren, um Nachhaltigkeitsinvestitionen zu belohnen, wie z. B. die Einführung einer ‚Naturkostenrechnung‘, einer Preisstruktur, die die Kosten und Risiken für die Umwelt bei der Nahrungsmittelgewinnung mit einpreist“, erklärt Berry Marttin, Vorstandsmitglied der Rabobank. Das übergeordnete Ziel ist, bis zum Jahr 2050 Lebensmittelsicherheit weltweit zu ermöglichen.

Die Milchindustrie wird als erstes reformiert

Enormes Potenzial für nachhaltige Verbesserungen bietet der Milchsektor: Hier entstehen durch Viehhaltung, Verarbeitung und Transport große Mengen der Treibhausgase Methan und Kohlenstoffdioxid. Hinzu kommt ein hohes Maß an Lebensmittelverschwendung in der Produktion und beim Konsumenten. Wie bestehende Systeme optimiert werden können, nehmen Rabobank und FAO mit zwei Pilotprojekten in Indien und Kenia unter die Lupe. Darüber hinaus planen die Partner eine Reihe weiterer Projekte, bei denen auch die Verbesserung der Land- und Wassernutzung sowie die Aufklärung der Bauern in Bezug auf den Klimawandel im Fokus stehen sollen. Dieser Ansatz soll auch der Hand-in-Hand-Initiative der FAO zugutekommen: Das globale Projekt dient der Bekämpfung von Armut und Hunger. Die Länder mit dem größten Bedarf und der geringsten internationalen Unterstützung werden mit hochentwickelten Ländern vernetzt, um Hand in Hand an einer Verbesserung beider Standorte zu arbeiten.

Pressekontakt

Havas Hamburg GmbH
Assana Jensen
Tel.: +49 (0) 404 3175 123
E-Mail: Assana.Jensen@havas.com

Über RaboDirect Deutschland

RaboDirect Deutschland ist ein Geschäftsbereich der deutschen Zweigniederlassung der Coöperatieve Rabobank U.A., einer holländischen Bankengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Direktbankgeschäft wurde im Juni 2012 als neuer Geschäftsbereich der Zweigniederlassung Frankfurt gegründet und ist auf Sparprodukte für Privatkunden spezialisiert. Im Firmenkundengeschäft ist die deutsche Zweigniederlassung der 1898 als Genossenschaftsbank gegründeten Rabobank Gruppe bereits seit 1984 als Spezialist für Finanzierungen im Agrar- und Nahrungsmittelsektor tätig. Die Rabobank Gruppe ist einer der größten Finanzdienstleister der Niederlande. Inzwischen ist die Bank in 40 Ländern mit nahezu 9,5 Millionen Kunden und über 43.800 Mitarbeitern vertreten und verfügt über Einlagen von mehr als 342 Milliarden Euro (Stand 2019). Weitere Informationen im Internet auf www.rabodirect.de und www.rabobank.com.

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