Agri-wallet: Digitale Geldbörsen für Kleinbauern

Rabobank Stiftung investiert in zukunftsweisendes Projekt in Afrika

FRANKFURT – 02. April 2020.
Die Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Kleinbauern in Entwicklungsländern zu stärken – das ist die Idee, die hinter der von der Rabo Foundation mitbegründeten „Agri-wallet“ steht. Die Stiftung der auf den Lebensmittel- und Agrarbereich spezialisierten Rabobank engagiert sich seit 45 Jahren weltweit für finanziell benachteiligte Menschen, so auch in Afrika. Hier müssen sich Landwirte fast täglich Herausforderungen wie einer mangelhaften Infrastruktur, Dürreperioden und einer in die Jahre gekommenen Technik stellen. Gleichzeitig gilt es, ihre Ernteerträge regelmäßig zu steigern, um eine rasch wachsende Bevölkerung ernähren zu können. Mit Investitionen in die „Agri-wallet“ unterstützt die Rabo Foundation sie dabei.

Die Bevölkerung in Afrika wird sich in den nächsten drei Jahrzehnten verdoppeln – und damit auch die Nachfrage nach Lebensmitteln. In einem Interview mit der Rabo Foundation berichtete Ad Rietberg, Mitbegründer des digitalen Zahlungssystems „Agri-wallet“, dass 50 bis 60 Prozent der Bauern in Afrika die notwendigen Finanzmittel für Saatgut, Dünger, Pestizide oder Ernteversicherungen fehlen. Zudem sind sie häufig gezwungen, den Anbau für den nächsten Erntezyklus von den Einnahmen der aktuellen Ernte zu finanzieren. Je länger der Abverkauf dauert, desto später können Bauern die neue Produktionsphase einleiten und verlieren so kostbare Zeit und Geld. Mit der digitalen Zahlungsmethode „Agri-wallet“ will die Rabo Foundation vor allem Kleinbauern helfen, dieses Problem zu lösen. 

„Agri-wallet" im Gebrauch

Finanziell unabhängig dank digitaler Geldbörse

300.000 Euro stellte die Rabo Foundation Kleinbauern in Kenia im Rahmen eines Testballons über die „Agri-wallet“ zur Verfügung, über die sie Geld leihen und ihre Einkäufe bezahlen können. Ziel ist es, eine schnelle und regelmäßige Verfügbarkeit von hochwertigem Saatgut und Dünger zu gewährleisten. Bei der neu entstehenden „Supply Chain Finance“ können die finanziellen Mittel nur innerhalb der landwirtschaftlichen Lieferkette eingesetzt werden, also bei den Anbietern von Saatgut und Düngemitteln. Das Einkommen der Kleinbauern wird in den „digitalen Geldbeutel“ eingezahlt und kann dort auch als Spareinlage deponiert werden.

Rabobank setzt auf nachhaltiges Wachstum.

Mit den Mini-Krediten gibt die Rabobank jenen Kunden eine Chance, die für Großbanken üblicherweise nicht von kommerziellem Interesse sind. „Es liegt im Interesse jeder Bank, sicherzustellen, dass das Geld, das sie den Menschen leiht, zurückgezahlt wird. Landwirte, die ihre Darlehenszahlungen leisten, müssen nichts bezahlen, um die ‚Agri-wallet‘ zu nutzen. Wenn ihr Konto überzogen ist, zahlen sie einen monatlichen Zinssatz von 1 Prozent. Während ein Prozent von 300.000 Euro ‚nur‘ zu einem Gewinn von 3.000 Euro für die Rabobank führen kann, ist dieses eine Prozent bei Millionen ausstehender Kredite eine Menge“, erläutert Rietberg. Mehr als 20.000 Kleinbauern in Kenia konnten durch die Förderung der Rabo Foundation bereits das Finanzierungsmodell nutzen. „Agri-wallet“ sucht nun weitere Finanzierungspartner, um das Angebot auf Ruanda, Nigeria und Äthiopien auszudehnen. Langfristig strebt „Agri-wallet“ zehn Millionen Nutzer in 25 Ländern in Afrika und Asien an.

Hilfe zur Selbsthilfe mit der Rabo Foundation

Die Mitbegründung des Minikreditformats „Agri-wallet“ ist eine von vielen Maßnahmen der Rabobank Stiftung zur Unterstützung von benachteiligten Menschen. Weltweit arbeitet die Foundation mit 369 Organisationen zusammen und erreicht so rund 3,4 Millionen Menschen. Lokale Banken der Rabobank Gruppe spenden der Stiftung einen Teil ihrer Einnahmen – das Geld wird als Darlehen an Bauern vergeben. Diese Hilfe zur Selbsthilfe soll es landwirtschaftlichen Betrieben ermöglichen, nachhaltig zu wachsen und ihre finanzielle Unabhängigkeit abzusichern – ganz im Sinne der Rabobank-Vision „Growing a better world together“.

Pressekontakt

Havas Hamburg GmbH
Assana Jensen
Tel.: +49 (0) 404 3175 123
E-Mail: Assana.Jensen@havas.com

Über RaboDirect Deutschland

RaboDirect Deutschland ist ein Geschäftsbereich der deutschen Zweigniederlassung der Coöperatieve Rabobank U.A., einer holländischen Bankengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Direktbankgeschäft wurde im Juni 2012 als neuer Geschäftsbereich der Zweigniederlassung Frankfurt gegründet und ist auf Sparprodukte für Privatkunden spezialisiert. Im Firmenkundengeschäft ist die deutsche Zweigniederlassung der 1898 als Genossenschaftsbank gegründeten Rabobank Gruppe bereits seit 1984 als Spezialist für Finanzierungen im Agrar- und Nahrungsmittelsektor tätig. Die Rabobank Gruppe ist einer der größten Finanzdienstleister der Niederlande. Inzwischen ist die Bank in 40 Ländern mit nahezu 9,5 Millionen Kunden und über 43.800 Mitarbeitern vertreten und verfügt über Einlagen von mehr als 342 Milliarden Euro (Stand 2019). Weitere Informationen im Internet auf www.rabodirect.de und www.rabobank.com.

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