Pflanzende Hände

Die „GemüseAckerdemie“ – Saisonstart für junge Nachwuchsgärtner

Die Gewinner unserer Schulgarten-Aktion machen erste spannende Erfahrungen

Gemeinsam mit dem Verein Ackerdemia e. V. riefen wir anlässlich des siebten Geburtstags von RaboDirect im Sommer 2019 eine große Aktion ins Leben: Grundschulen aus ganz Deutschland konnten sich bewerben und einen eigenen Schulgarten inklusive des Bildungsprogramms GemüseAckerdemie gewinnen. Drei Jahre lang säen, pflanzen, buddeln und ernten – eine tolle Erfahrung für die fünf Gewinner-Schulen und besonders für die Kinder!

„Eine Generation, die weiß, was sie isst“ – dafür setzt sich der gemeinnützige Verein Ackerdemia mit seinem vielfach ausgezeichneten Bildungsprogramm GemüseAckerdemie ein. Innerhalb eines Jahres bauen Kinder dabei bis zu 30 verschiedene Gemüsearten an und erleben dabei, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie diese wachsen. Ziel ist es, sie für gesunde Ernährung, Natur und Nachhaltigkeit zu begeistern.

Auf ins Beet in der „Grundschule unter dem Regenbogen“, Berlin

Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Kinder freuten sich riesig über den Gewinn ihres eigenen Schulgartens und packten tatkräftig mit an, um die neuen Beete anzulegen und den Acker auf die erste Pflanzung vorzubereiten. Leider gab es im Frühjahr 2020 einen kleinen Dämpfer: Aufgrund der Coronakrise konnte die Pflanzaktion nur im begrenzten Kreis stattfinden. Um den gebotenen Abstand einhalten zu können, waren lediglich zwei Pflanzleitungen von Ackerdemia e. V., zwei Lehrerinnen und vier Kinder mit von der Partie. Dennoch waren sich alle einig: Das Projekt sollte auf jeden Fall stattfinden! Versprochen ist versprochen.

Die Schüler*innen Alexandra, Hosan, Soraya und Alexander waren mit vollem Elan bei der Sache. Gemeinsam wurden unter der Anleitung von Birte Führing und Klara Busse von Ackerdemia e. V. sowie im Beisein der Lehrerinnen Nelly Knoth und Martina Nickel die ersten Tomatenpflanzen gesetzt, Zuckermais und Lauch eingepflanzt. Wie unterscheidet man eigentlich verschiedene Jungpflanzen voneinander? Was pflanzen wir gerade– Tomate, Kürbis, Gurke oder Zucchini? Und welche Pflege brauchen die Zöglinge? Alle Kinder haben mit großem Eifer mitgemacht.

Kollektives Teilen der Erfolge und Erfahrungen

Hosan und Alexander freuten sich besonders über das große Banner, das sie gemeinsam mit ihren Lehrerinnen am Eingangstor der Schule anbringen durften. „GemüseAckerdemie – hier wird geackert!“ steht darauf. So erfährt jeder, der vorbeigeht, welcher tolle Schulgarten hier kollektiv gepflegt wird. Darauf sind die Kinder sehr sehr stolz.

Für die Schülerinnen und Schüler, die leider aufgrund der Corona-Einschränkungen bei der Pflanzaktion nicht dabei sein konnten, drehte Birte Führung ein Video mit kleinen Geschichten rund um das neu gepflanzte Gemüse. So wissen alle Bescheid, was sich auf ihrem Acker tut und können in der nächsten Ackerstunde gleich fleißig weiterackern.

Wir gehen jeden Tag mindestens dreißig Minuten mit den Kindern auf den Acker. Vor allem für unsere Kinder mit besonderem Förderbedarf ist es wichtig, sie in lebensnahen Praktiken zu unterrichten. Praktisches Lernen fällt ihnen viel leichter als solches auf der abstrakten Ebene.

Martina Nickel
Lehrerin der „Grundschule unter dem Regenbogen“, Berlin

Inklusion inklusive – der Erfolg des gemeinsamen Gärtnerns

Die „Grundschule unter dem Regenbogen“ unterrichtet u. a. Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Diese profitieren ganz besonders von der Teilnahme Bildungprogramm GemüseAckerdemie. Auf dem Acker zählen andere Stärken als im Klassenzimmer, hier kann sich jeder einbringen und etwas bewirken. In der Koch-AG wird die Ernte, sobald sie reif ist, gemeinsam zu einem leckeren Essen verarbeitet. „Mit unserem Acker können wir auch andere Sachgebiete pädagogisch abdecken. Ich bin begeistert, wie gartenklug unsere Kinder schon sind“, bestätigt Martina Nickel.

Engagierte Gärtner in der „Grundschule Thomas Müntzer“, Gehren

Ebenso tatkräftig gingen die kleinen Gärtner dieser Gewinner-Schule ans Werk. Auf der Agenda standen unter anderem Kartoffeln. Wie tief müssen diese in die Erde, damit sie möglichst viele Knollen bilden? Und warum sollte man Kürbisse auf jeden Fall besonders fleißig düngen? Klar – sie sind schließlich regelrechte Vielfraße im Gemüsebeet. Die Lehrerin Kristin Mohnhaupt und Ackercoach Anett Kirchbichler waren selber fasziniert, mit wie viel Einsatz die Kinder zupackten: „Es gab kein Halten mehr, sobald die Hände in der Erde waren.“

Wir freuen uns von ganzem Herzen über diesen Erfolg! Denn als Bank mit Fokus im Agrar- und Lebensmittelbereich liegt uns viel daran, dieses Engagement zu unterstützen. Die Rabobank, zu der auch RaboDirect gehört, steht für sinnvolle Konzepte im Sinne einer zukünftigen globalen Lebensmittelsicherheit. Kleine Gärtner sind unserer Überzeugung nach die Lebensmittelretter von morgen. Und genau deshalb fördert RaboDirect die Teilnahme der Schulen am Bildungsprogramm GemüseAckerdemie mit insgesamt 62.000 Euro. Davon profitieren auch die weiteren Gewinner-Schulen.

Im Sinne unseres Leitgedankens „Banking for Food“ möchte wir Kinder für die Wertschätzung von Lebensmitteln begeistern. Die „Grundschule unter dem Regenbogen“ in Berlin und die „Grundschule Thomas Müntzer“ in Gehren sind nur zwei von fünf Beispielen, die als Gewinner eines eigenen Schulgartens in vollem Umfang vom Engagement von RaboDirect profitieren und sich mit jeder Menge Eigeninitiative für dieses wichtige Thema einsetzen. Wir sind auf dem richtigen Weg.


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